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Bei der Anschaffung eines neuen Muldenkippers im Frühjahr 2009 war diese hohe Einsatzflexibilität ein wichtiges Kriterium. "In der Vorführung überzeugte der Bell B25D vor allem mit seinen Lade- und Kippleistungen. Die niedrige 14,0 m³-Standardmulde mit Abgasheizung lässt sich gut beladen und zeigt beim Abkippen deutlich weniger Anbackungen als unser anderer Dumper mit seiner höheren 15 m³-Mulde. Durch die Heckklappe gewinnen wir nochmals bis zu einem Kubikmeter, wodurch wir Transportchargen von rund 18 Tonnen im grobem Abraum und über 21 Tonnen im feinstückigen, trockenen Ton erreichen," rechnet Betriebsleiter Ehrfried Kolb vor. Auch in den Fahrleistungen steht der 205 kW starke Bell seinem gut 20 kW stärkerem, netto aber auch über 3 Tonnen schwererem Pendant in nichts nach."Gerade im schweren Gelände kommt der Bell besser zurecht und bietet auch auf unseren Fahrwegen mit wenig harten Steigungen jederzeit ausreichend Leistung," so der Betriebsleiter unisono mit Fahrer Eduard Ring, der sich als letzte Instanz beim Maschinenkauf im Frühjahr 2009 sogar gegen ein gut 70 kW stärkeres Wettbewerbs-Modell entschied. Das ausgewogene Bell-Konzept schlägt sich vor allem wirtschaftlich nieder: durchschnittlich 9,8 Liter pro Stunde verbrauchte der B25D über die bisherigen 900 Betriebsstunden und liegt damit bei vergleichbarer Leistung gut 2,5 Liter unter der zweiten Iphigenie-Mulde. Flexible Leistung gefragt
Mit großer Wirtschaftlichkeit überzeugt auch der Bell B30D auf der anderen Seite des "Alten Feldes" in Herborn. Seit Februar 2010 arbeitet der 240 kW starke 27-Tonner im Bentonit- und Tontagebau der Jungbecker GmbH und ersetzt seitdem zwei außer Dienst gegangene 30-Tonnen-Mulden.
Bereits seit 1955 nutzt das Familienunternehmen das Abbaugebiet: Zunächst als Basaltbruch zur Werk- und Wasserbaustein-Herstellung, ab etwa Mitte der sechziger Jahre mit eigener Brechanlage für hochwertige Schotter und Splitte. Mitte der 70er war das Basaltvorkommen ausgebeutet und man konzentrierte sich auf den Abbau der darunter liegenden hochwertigen Bentonite, die damals mit Jahresmengen von gut 30.000 Tonnen an Kunden in ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland geliefert wurden. Eine veränderte Marktlage brachte in den späten achtziger Jahren eine nochmalige Diversifizierung. Die Jungbecker GmbH entwickelte sich zu einem leistungsfähigen regionalen Tief- und Straßenbau-Unternehmen mit heute 28 Mitarbeitern und eigenem Fuhrpark von über 20 Maschinen.
Als Nebenbetrieb werden heute unter der Ägide von Seniorchef Heinz Jungbecker der anstehende Bentonit und Ton weiter abgebaut. Der gut 10 Hektar große Tagebau ist jedoch nur noch eine der vielseitigen Aktivitäten auf den insgesamt gut 25 Hektar Betriebsfläche, die auch Bauhof und Materiallager der Jungbecker-Bausparte beherbergt. Hinzu kommen Deponieflächen für Bauschuttmassen und unbelastete Böden aus dem eigenen Baubetrieb oder von Fremdfirmen, die periodisch mobil aufbereitet bzw. in aufgelassenen Abbauzonen verfüllt werden.
Entsprechend vielseitig ist das Material- und Aufgabenspektrum für den neuen Bell B30D. Neben dem Rohstofftransport von den Abbaustellen mit 2,0-m³- bzw. 1,5-m³-Tieflöffel übernimmt der 6x6 auf Umlaufdistanzen von 1000 bis 2500 Metern auch die Abraumförderung sowie den Transport der Deponiematerialien zu den beiden Großraupen im Feld.
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